Bildkategorie: Wiederansiedlung
Die eingesetzten Meerforellen kennzeichnet eine abgeschnittene Fettflosse.
Die eingesetzten Meerforellen kennzeichnet eine abgeschnittene Fettflosse. copyright by Marco Weller

Die Meerforelle ist – wie der Lachs - ein Wanderfisch

Sie verbringt die ersten zwei bis drei Jahre ihres Lebens in Bächen und Flüssen und schwimmt dann durch den Main und den Rhein in die Nordsee. Nach einigen Jahren im Meer kehren die zu diesem Zeitpunkt zwischen 50 und 80 Zentimeter langen Fische zum Laichen in die Flüsse ihrer „Kindheit“ zurück, um sich dort auf natürliche Weise zu vermehren. Dies zu unterstützen, ist Sinn und Zweck des Meerforellenprojekts der IG Nidda.

Nunmehr schon im zwölften Jahr werden mehrere Tausend knapp ein Jahr alte Meerforellen in Bäche eingesetzt, die in die Nidda münden und den jungen Meerforellen gute Lebensbedingungen bieten. Das Meerforellenprojekt wird von der Unteren Naturschutzbehörde des Wetteraukreises finanziell getragen, die Mitglieder der beteiligten Angelvereine investieren viel Zeit in Vorbereitung und Durchführung des Besatzes und das Büro für fischökologische Studien (Riedstadt/Frankfurt am Main) begleitet das Projekt wissenschaftlich. Diese unbedingt notwendige fachliche Überwachung eines solchen Projektes bezahlt die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt.

Für die Angelvereine, die in der IG Nidda organisiert sind, ist das Meerforellenprojekt ein wichtiger Beitrag zum Wiederansiedlung einer hier durch Flussbegradigung und Verschmutzung des Wassers ausgerotteten Fischart. Es geht dabei ausdrücklich nicht um den Besatz mit Fischen, die später wieder geangelt werden, denn die abwandernden Meerforellen sind durch das Mindestmaß von 25 cm, dass in Hessen geilt geschützt. Seit 2016 gilt auch ein Maximalmaß von 60 cm. So große und größere Forellen müssen ebenfalls sofort wieder freigelassen werden, falls sie an die Angeln gegangen sind, um die laichreifen Weibchen zu schützen. So groß sind die Meerforellen, die aus dem Meer ins Süßwasser zurückkommen, nämlich. Durch ergänzende freiwillige Beschränkungen bei der Beanglung der Bäche, in die die Meerforellen eingesetzt werden, und wegen der Markierung durch die abgeschnittene Fettflosse, die dem Angler hilft, eine Meerforelle von einer Bachforelle zu unterscheiden, werden die Meerforellen zusätzlich geschützt.

Text: Marco Weller

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