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Gründlinge und Elritzen in der Nidda.
Gründlinge und Elritzen. copyright by Gottfried Lehr

Arbeit der IG Nidda - Finanzierung von Projekten durch Spenden oder Zuschüsse

Interessenkonflikte vorprogrammiert?

„Wer die Musik bezahlt, bestimmt, was gespielt wird.“ Kann man, wenn das so ist, guten Gewissens Spenden oder Zuschüsse annehmen, um die Arbeit der IG Nidda zu finanzieren?

Ganz praktisch überfordern die Kosten, z.B. für Wiederansiedlungsprojekte, die finanziellen Möglichkeiten der IG Nidda. Da geht es der IG Nidda nicht anders als ihren Mitgliedsvereinen. Wenn man also nicht auf eigene Projekte verzichten will und es keine behördliche Förderung gibt, kommt Geld von privaten Geldgebern oder Stiftungen in Betracht.

Selbstverständlich muss berücksichtigt werden, welche Bedingungen mit der Förderung von Projekten verbunden werden. Hier ist höchste Sensibilität erforderlich. Entscheidend ist die Frage, worum es dem Geldgeber geht. Wenn das ökologische Projekt im Vordergrund steht und kein fachlicher Einfluss darauf stattfindet, kommt die Annahme von privatem Geld sehr wohl in Betracht. Sinnvoll ist, privates Geld mit öffentlichen Förderungen zu kombinieren. Auch die Kombination verschiedener Geldquellen hilft, die Gefahr der Abhängigkeit von einem Geldgeber zu reduzieren.

Die IG Nidda hat mit dieser Abwägung in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Die erfolgreiche Wiederansiedlung der Nase in der Nidda wurde auf diese Weise mit Spenden verschiedener Stellen finanziert. Auch die 2014 und 2015 anstehende Fortsetzung des Meerforellenprojekts wird von der Gerty-Strohm-Stiftung zum Teil gefördert.

Um von außen unangreifbar zu sein, ist es zudem sinnvoll, Förderungen und Spenden transparent zu machen. So ist auch die Medienarbeit der IG zu verstehen, in der immer auf die finanzielle Unterstützung hingewiesen wird.

Text: Marco Weller