Bildkategorie: Wiederansiedlung
Junge Meerforellen kurz nach dem Besatz in Usa und Erlenbach.
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Absenkung der Niddawehre (Wehrlegungen) in Frankfurt

Durch das Meerforellenprojekt der IG Nidda veranlasst, wurden die Niddawehre im Frankfurter Stadtgebiet erstmals im Herbst 2011 abgesenkt, um die Laichwanderung der Meerforellen flussaufwärts zu ermöglichen. Im folgenden Frühjahr wurden die Wehre ebenfalls gelegt, um eine schonendere Abwanderung der Meerforellensmolts zu gewährleisten.

Seit Jahren war zudem das Problem bekannt, dass die, mittellange Laichwanderungen unternehmenden, typischen Niddafische, wie die Barbe und die Nase, durch die Wehre in Frankfurt am Laichaufstieg gehindert werden. Die Wehrlegungen im Frühjahr brachten den Durchbruch. Seit 2012 sind wegen der geplanten Abfolge der Frühjahrswehrlegungen offenbar mehr große Laichfische aus dem Main aufgewandert. Die Zahl der in Bad Vilbel und weiter flussaufwärts festgestellten Menge an jungen Barben und ablaichenden Nasen spricht jedenfalls dafür, dass Laichfische aus dem Main den Weg flussaufwärts gefunden haben.

Mit der Stadtentwässerung GmbH der Stadt Frankfurt wurden auch in den Folgejahren fischbiologisch sinnvolle Termine für die Wehrlegung vereinbart. Damit leistet die Stadt Frankfurt einen Beitrag, die Forderung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie nach Durchgängigkeit der Fließgewässer an der Nidda wenigstens teilweise umzusetzen, solange nicht alle Niddawehre in Frankfurt so gut umgebaut sind, wie dies 2013 beim Höchster Wehr gelang.

Text: Marco Weller