Bildkategorie: Probleme
In die Nidda geworfener Abfall sammelt sich an einem Strömungshindernis.
Achtlos weggeworfener Müll landet in der Nidda. copyright by Jürgen Adam

In zweijährigem Turnus reinigen die Mitgliedsvereine der IG Nidda den Fluß "von der Quelle bis zur Mündung"!

Noch immer werden die Nidda und ihre Zuflüsse von uneinsichtigen Zeitgenossen als bequemer und billiger Müll-Entsorger missbraucht. Dabei ist an der Menge und Art des Abfalls ein deutlicher Unterschied zwischen der eher ländlichen Region in Vogelsberg und Wetterau, und dem Stadtgebiet Frankfurt zu erkennen.

Während im Ober- und Mittellauf vorwiegend Flaschen, Autoreifen, organische Abfälle aus anliegenden Gärten und Treibgut angetroffen werden, steigt im Einzugsbereich der Großstadt der Anteil an Fahrrädern, Mopeds, Tresoren, Einkaufswagen, Waffen, Munition, ausgeräumte Geld- und Wertbehälter und weiterem Müll, dem sich Unbekannte, meist aus Gründen krimineller Machenschaften, in die Nidda entledigt haben.

Die großangelegte Reinigungsaktion der Angelvereine findet gleichzeitig an allen Gewässerabschnitten statt. Hunderte von freiwilligen Helfern durchkämmen die Gewässer und bergen ehrenamtlich und kostenlos den Dreck, gleich tonnenweise aus dem Bachbett und aus der Uferregion. Unterstützung finden die Angelfischer dabei von den anliegenden Städten und Gemeinden, die in aller Regel den anschließenden Abtransport und die ordnungsgemäße Entsorgung des Unrats auf Kosten der Bevölkerung veranlassen.

Weitere Informationen und Presseberichte vorangegangener Bachreinigungsaktionen finden Sie unter: Presseberichte

Text: Jürgen Adam