Bildkategorie: Fische
Junge Barben und Nasen.
Junge Barben und Nasen. copyright by Gottfried Lehr

Vereinszweck

"Die Gemeinschaft hat den Zweck, die Interessen der ihr angehörenden Nidda-Sportanglervereine gegenüber den Verwaltungsbehörden und gesetzgebenden Körperschaften wahrzunehmen."

So steht es in unserer Satzung.

Die Interessen der Mitglieder: Nachhaltige Nutzbarkeit der Gewässer

Damit auch künftige Generationen die vielfältige Natur der Nidda und ihrer Zuflüsse nutzen können, gilt es, Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes im und am Gewässersystem der Nidda zu ergreifen.

Die Aufgaben der in der IG Nidda zusammengeschlossenen Sportanglervereine bestehen deshalb darin, die natürlichen Lebensgemeinschaften und die komplexen Abhängigkeiten der Tiere und Pflanzen in ihren jeweiligen Lebensräumen und Gewässerabschnitten zu schützen und zu bewahren und bereits verlorene Lebensräume und Arten durch Renaturierungsmaßnahmen und Wiederansiedlungsprojekte neu zu beleben.

Die IG Nidda unterstützt die Sportangler der Mitgliedsvereine bei dieser Aufgabenstellung. Überregionale Naturschutz-Projekte und mehrere Gewässerabschnitt betreffende Maßnahmen werden von der IG Nidda, meist in Kooperation mit Behörden, Verbänden, Instituten usw., geplant und durchgeführt. Gemeinsame Aktionen, etwa die wiederkehrenden Bachreinigungen, werden von der IG Nidda organisiert.

An dieser Stelle noch ein aufklärendes Wort zum: Sportanlger

Die Bezeichnung "Sport" tragen viele unserer Mitgliedsvereine in ihrem Namen. Nun mögen sich manche fragen, was am Angeln denn "Sport" sei. Sport im Sinne von Wettkampf oder Körperertüchtigung, wie etwa beim Fußball oder in der Leichtathletik, ist es gewiss nicht. Es ist die sportliche Fairness im Umgang mit der Natur, die Prof. Dr. Claude du Bois-Reymond bereits vor etwa 100 Jahren sehr treffend in einem Gedicht über den Sportangler beschrieben hat.

  • Wer Fische fängt mit Leidenschaft,
  • Mit Meisterschaft und Wissenschaft,
  • Und hält sich dabei tugendhaft,
  • Gewissenhaft und ehrenhaft,
  • Den reichen Fang mit Maß betreibt,
  • Sorgt, dass im Wasser auch was bleibt,
  • Und angelt nicht um Geld und Gunst,
  • Nein – nur aus Freude an der Kunst,
  • Der ist, wär`s der geringste Knecht,
  • Sportangler und auch fischgerecht.

  • Hier verbindet sich der "Sport" mit einer "Fischgerechtigkeit", einem Gegenstück zur jagdlichen Waidgerechtigkeit und mit Leidenschaft, Meisterschaft und Wissenschaft, also dem Streben nach Bildung und Vollkommenheit. Und darüber hinaus hat dieser Sport mit "Maß halten" und der Sorge darum, dass auch etwas bleibt, zu tun. Damit ist genau das ausgedrückt, was heute jedem als Naturschutz geläufig ist.

    Die in der IG Nidda zusammengeschlossenen Sportanglervereine sind stets bemüht, diesen Gedanken Rechnung zu tragen. In unzähligen Arbeitseinsätzen setzen sich die Angler für eine intakte Lebensgemeinschaft von Tieren und Pflanzen, vorwiegend im und am Gewässer, ein. Nicht zu vergessen sind aber auch die vielen Gelder, die von der Gemeinschaft der Angler aufgewendet werden um Wiederansiedlungsprojekte, Besatzmaßnahmen, Gewässerreinigungen, Renaturierungen und Natur-Erhaltungsmaßnahmen im Hinblick nachhaltiger Nutzbarkeit der Gewässer zu starten und voranzutreiben.

    Text: Jürgen Adam