Bildkategorie: Fischen in alter Zeit
Ein alter Nidda-Fischer mit selbstgebauter Lause bei Dauernheim.
Ein alter Fischer mit selbstgebauter Lause. copyright by Jürgen Adam

Geschichtliches zur Interessengemeinschaft und zur Nidda

Die Gründung der IG-Nidda erfolgte, um die Interessen der ihr angehörenden Nidda-Sportanglervereine gegenüber Verwaltungsbehörden und gesetzgebenden Körperschaften wahrzunehmen. Hierzu trafen sich am 22. Januar 1967 folgende Angelvereine in Florstadt:

A.S.V. Anker - Frankfurt
A.S.V. 1875 - Frankfurt
A.S.V. Bad Vilbel
A.S.V. Assenheim A.S.V. Nieder-Florstadt
A.S.V. Ober-Florstadt
A.S.V. Staden-Leidhecken
A.S.V. Dauernheim
A.S.V. Nidda

Flußbegradigungen und häufige Fischsterben durch Gewässerverschmutzungen beschäftigten die IG in der Folgezeit bis zum allmählichen Umdenken der Gesellschaft, hin zum Naturschutz und zur Erhaltung der Arten.

Über weite Strecken hinweg wurde die Nidda in dieser Zeit zum reinen Abwasserkanal und zum biologisch toten Gewässer. Erst mit den Betrieb kommunaler Kläranlagen und entsprechenden Auflagen für gewerbliche Abwässer, sowie der Einschränkung von Pestiziden in der Landwirtschaft besserte sich die Wasserqualität. Erst damit war die Grundlage für eine Neubesiedlung aquatischer Fauna und Flora geschaffen.

Umfangreiche Maßnahmen zur Renaturierung des Flußsystems helfen heute bei der weiteren Verbesserung der Habitate. Weitgehende Beseitigung der Wehre und Staustufen begünstigen die Wiederansiedlung von Wanderfischen. Schaffung von Kiesbänken und Flachwasserzonen bieten zahlreichen Fischarten heute eine Möglichkeit der Regeneration.

Gemeinsame Besatzmaßnahmen, etwa beim Aal, werden durch die IG Nidda organisiert und koordiniert. Nase und Äsche sind durch Maßnahmen der in der IG Nidda zusammengeschlossenen Angler wieder heimisch geworden. Ein neues, mehrjähriges Projekt soll der Meerforelle wieder Laichgründe in Nidda-Seitengewässern erschließen.

Die IG-Nidda organisiert im zweijährigem Turnus im Oktober eine Reinigung der gesamten Nidda. Alle Mitgliedsvereine beteiligten sich bis jetzt mit großem Erfolg daran.

Text: Jürgen Adam

Mehr zur Geschichte und Renaturierung der Nidda gibt es hier als Download.